Göttliche Tugenden
“Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.” (Paulus, 1 Kor 13,13)
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Glaube bedeutet darin soviel wie das Verstehen mit dem Herzen, Ja sagen zum Aufruf Gottes, der sich uns Menschen offenbart,
Durchstehen von Zweifeln und Zeiten der Leere, die uns immer wieder heimsuchen, Weitersagen der Botschaft Gottes z. B. im
beruflichen Alltag, stetes Suchen der Gemeinschaft mit Christus und schließlich, dass wir Antwort geben auf das Heilshandeln Gottes.
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Hoffnung meint das Wollen mit dem Herzen, Gottvertrauen, stete Hoffnung auf die Wiederkehr Christi des Erlösers, die Gewissheit,
dass keine Krise so groß ist wie das Jüngste Gericht. Die Hoffnung ist die Gegenspielerin von Verzweiflung, Resignation und Furcht.
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Liebe bedeutet zum Beispiel das Fühlen mit dem Herzen, Gottes Liebe entgegennehmen, Liebe zu Gott zeigen und Liebe den Menschen entgegenbringen,
Nächstenliebe und Caritas, Agape und Hingabe statt Eifersucht und Vereinnahmung, und schließlich Eros und die Liebe zwischen Mann und Frau, Eltern und Kindern.
Wer mehr darüber wissen möchte, lese die Enzyklika „Deus caritas est“ von Papst Benedikt XVI.
Kardinaltugenden
“Wenn jemand Gerechtigkeit liebt, in ihren Mühen findet er die Tugenden. Denn Sie lehrt Maß und Klugheit, Gerechtigkeit und Tapferkeit, die Tugenden, die im Leben der Menschen nützlicher sind als alles andere.” (Weish. 8,7)
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Weisheit bedeutet u. a. die Gabe der Unterscheidung von Gutem und Bösem, Verantwortungsbewusstsein, Sinn für konkrete Gegebenheiten, das Wissen über das Verhältnis der Dinge untereinander und zum Ganzen, die Fähigkeit sein Leben zu meistern, Lebenseinsicht und Reife. Weisheit heißt auch in verschiedenen Situationen ein sicheres Urteil zu fällen, guten Rat zu geben und realistische Entscheidungen zu treffen.
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Gerechtigkeit meint Einhaltung der unveräußerlichen Menschenrechte, im christlichen Sinne "größere Gerechtigkeit", göttliche Gerechtigkeit und Freiheit von Sünde.
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Tapferkeit beinhaltet das Aushalten von Leid, Widerstand gegen Traurigkeit, Aushalten der Angst vor dem Tode, Bereitschaft das Leben zu geben, Bereitschaft für höhere Werte Gefahren und Opfer auf sich zu nehmen, mutig ist, der Angst kennt aber überwindet.
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Mäßigung ist gefragt im Essen und Trinken, in der Kontrolle der sexuellen Begierden, im Maßhalten im Umgang mit materiellen Gütern, Beherrschung im Zorn und der Fähigkeit zur Selbstbeschränkung.
Diese Tugenden sollten doch einmal auf dem Lehrplan der Elite-Universitäten stehen. Dann würden Wirtschaftslenker und Politiker begreifen, dass sie ihre Arbeit in Verantwortung vor Gott und den Menschen tun. Das könnte wirklich begeistern und einem Land und einer Nation neue Hoffnung geben.